Angebote mit Claude, in deinem Format
Du gibst ein paar Eckdaten rein, Claude schreibt das komplette Angebot: in deiner Vorlage, mit deinen Preisen, in deinem Ton. Du prüfst nur noch und schickst es selbst raus.
Hier bekommst du das ganze Setup: wie du den Arbeitsplatz in Claude anlegst, die fertigen Projekt-Anweisungen zum Kopieren, den Eckdaten-Prompt, den Prüf-Prompt und als Bonus die Nachfass-Mail. Das funktioniert im Autohaus genauso wie im Handwerk, in der Agentur oder in der Beratung.
Stand: Oktober 2026. Funktionen und Pläne laut offiziellem Claude-Hilfecenter (support.claude.com). Wenn sich dort etwas ändert, gilt das Hilfecenter.
Bevor du startest
- Ein Claude-Konto. Projekte gibt es in allen Plänen, auch im kostenlosen (dort maximal fünf Projekte). Für den Start reicht das.
- Deine Angebotsvorlage als Word- oder PDF-Datei.
- Zwei bis drei alte Angebote, die du gut fandest. Daran lernt Claude Aufbau und Ton. Kundennamen und Adressen vorher schwärzen oder durch „Kunde A“ ersetzen.
- Deine Preisliste oder Leistungsbausteine, dazu deine Zahlungs- und Lieferbedingungen.
In 5 Schritten zum Angebots-Assistenten
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Projekt anlegen
Auf claude.ai links auf Projekte (Projects) klicken, ein neues Projekt anlegen und es „Angebote“ nennen. Ab jetzt startest du jedes Angebot in diesem Projekt, nicht in einem normalen Chat.
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Unterlagen hochladen
Im Projekt unter Wissen (Project knowledge) lädst du hoch: Vorlage, Musterangebote, Preisliste, Bedingungen. Gib den Dateien klare Namen, zum Beispiel
Vorlage-Angebot.docx,Preisliste-2026.pdf,Muster-1.pdf.Eine Preisliste, eine Wahrheit. Lade nur die aktuelle Preisliste hoch. Liegen zwei Versionen im Projekt, kann Claude die falsche erwischen. Ändern sich deine Preise, tauschst du die Datei aus. -
Projekt-Anweisungen einfügen
Das ist das Herzstück. Im Projekt auf Anweisungen (Instructions) klicken und diesen Text einfügen. Die Teile in eckigen Klammern ersetzt du durch deine Angaben.
Projekt-AnweisungenDu bist mein Assistent für Angebote. Ich bin [DEINE ROLLE] bei [DEINE FIRMA], Branche: [DEINE BRANCHE]. Grundlagen: - Aufbau, Form und Ton übernimmst du aus der Vorlage und den Musterangeboten in diesem Projekt. - Preise, Leistungen, Rabatte und Konditionen nimmst du ausschließlich aus der Preisliste und den Bedingungen in diesem Projekt. Erfinde nie einen Preis, einen Rabatt oder eine Leistung. - Fehlt dir eine Angabe, schreibst du an die Stelle [FEHLT: was genau] und rätst nicht. - Steuersatz und Währung nimmst du aus der Vorlage bzw. der Preisliste. Wenn ich dir Eckdaten gebe: 1. Schreib das komplette Angebot im Aufbau der Vorlage. 2. Rechne alle Positionen, Zwischensummen, Rabatte und Steuern aus und zeig die Rechnung nachvollziehbar darunter. 3. Liste danach getrennt auf: - Annahmen, die du getroffen hast - offene Punkte, die ich klären muss - jede Stelle, an der du von der Preisliste abweichst (im Normalfall leer) Stil: klar, freundlich, ohne Floskeln und ohne Übertreibungen. Anrede (Sie oder Du) wie in den Musterangeboten. Du schickst nie etwas selbst an Kunden. Ich prüfe jedes Angebot, bevor es rausgeht.
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Eckdaten rein, Angebot raus
Ab jetzt ist das alles, was du pro Angebot eintippst. Neuen Chat im Projekt „Angebote“ öffnen, ausfüllen, abschicken.
Eckdaten-PromptNeues Angebot: - Kunde: [Name oder „Kunde A“], [privat oder Firma] - Was will er: [in einem Satz] - Positionen/Umfang: [Produkte, Leistungen, Mengen] - Besonderheiten: [Rabatt, Termin, Lieferzeit, Inzahlungnahme ...] - Gültig bis: [Datum]
So sieht das zum Beispiel im Autohaus aus (Musterdaten):
BeispielNeues Angebot: - Kunde: Kunde A, privat - Was will er: einen Kompakt-SUV als Neuwagen, Lieferung möglichst vor dem Winter - Positionen/Umfang: Fahrzeug laut Preisliste in der mittleren Ausstattung, Winterräder-Paket - Besonderheiten: Inzahlungnahme seines Altwagens, Wert noch offen - Gültig bis: 31.10.2026
Den offenen Wert der Inzahlungnahme sollte Claude hier mit
[FEHLT: ...]markieren, statt eine Zahl zu erfinden. Genau so erkennst du, dass die Regeln greifen. -
Prüfen lassen, dann als Datei holen
Bevor du das Angebot übernimmst, lässt du Claude sich selbst gegenprüfen. Danach liest du es trotzdem selbst. Das letzte Wort hast du.
Prüf-PromptPrüf das Angebot jetzt gegen die Preisliste und meine Eckdaten: 1. Stimmt jeder Preis mit der Preisliste überein? 2. Stimmt jede Summe, jeder Rabatt, jede Steuer? 3. Fehlt etwas aus meinen Eckdaten? Antworte als kurze Liste. Ändere noch nichts.
Wenn alles stimmt, holst du dir die fertige Datei. Dafür muss in den Einstellungen unter Capabilities (Funktionen) der Schalter Code execution and file creation an sein. Das geht in allen Plänen, in Team und Enterprise ist er standardmäßig an.
Datei-PromptPasst. Erstell mir das Angebot als Word-Datei im Aufbau meiner Vorlage. Dateiname: Angebot-[Kunde]-[Datum].docx
Zahlen prüfst du selbst. Der Prüf-Prompt fängt viele Fehler ab, aber nicht alle. Ein kurzer Blick auf Endpreis und Konditionen gehört vor jedes Angebot, das rausgeht.
Bonus: Die Nachfass-Mail
Ein Angebot ohne Nachfassen bleibt oft einfach liegen. Im selben Chat, direkt nach dem Angebot:
Schreib mir eine kurze Nachfass-Mail zu diesem Angebot, die ich in fünf Tagen schicke. Freundlich, ohne Druck, höchstens fünf Sätze, am Ende eine konkrete Frage, die man mit einem Satz beantworten kann.
Den Termin trägst du dir selbst in den Kalender ein. Claude schreibt den Entwurf, abschicken tust du.
Was ich dir mitgeben will
- Erst mit alten Fällen testen. Nimm die Eckdaten von drei Angeboten, die schon raus sind, und vergleich Claudes Version mit deiner. Dann weißt du, wo du nachschärfen musst.
- Korrekturen gehören in die Anweisungen. Wenn du zweimal dasselbe korrigierst, schreib es als Regel in die Projekt-Anweisungen. Dann musst du es nie wieder sagen.
- Preise kommen nie aus Claudes Kopf. Nur aus deiner Preisliste. Steht ein Preis nicht drin, muss
[FEHLT]kommen. - Vorbereiten ja, rausschicken nein. Claude macht den Entwurf, du entscheidest.
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